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Mitwoch, 26.01.2011 - Sprache des Friedens


Dieser Vortrag handelt von der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg.

Gewaltfreiheit wird hier als freiwilliges, bewusstes Handeln definiert und durch eine Sprache zum Ausdruck gebracht, die unsere Wahlfreiheit in jedem Augenblick anerkennt und mit der wir Verantwortung übernehmen für unser Handeln und unsere Gefühle, anstatt uns hinter "ich muss", "das geht nicht", "du solltest", "so sind die Gesetze", "der Boss hat gesagt", „Firmenpolitik“ usw. zu verstecken. Also nicht Gewalt nur im Sinne physischer Gewalt, sondern nach der Auffassung von Rosenberg, Gandhi, Nelson Mandela. Die GfK geht davon aus, dass alles, was ein Mensch tut oder bleiben lässt, durch ein grundlegendes Bedürfnis (z.B. Nahrung, Respekt, Selbstbestimmung, Harmonie, etc.) motiviert wird. Diese Bedürfnisse sind allen Menschen gemeinsam und von ihrer Natur her dem Leben dienlich. Um sie zu erfüllen, braucht es Strategien, also konkrete Handlungen. Die Strategien aber können in Konflikte geraden, sogar Leben zerstören.

Dies geschieht auch regelmäßig, da wir gelernt haben, dass ein Mensch, der etwas tut, was uns nicht gefällt, „rücksichtslos“ oder „dumm“ oder in irgendeiner Form „schlecht“ sei. Dann „verdient“ er es bestraft zu werden. Und wir fragen nicht, welcher Schmerz, welche Verzweiflung, oder auch nur Unkenntnis ihn zur Tat bewogen hat. Wir bestrafen: Wir üben Gewalt aus.

Dieses Verhalten wird erst seit ca. 10.000 Jahren beobachtet, und geht einher mit Dominanzstrukturen: Strukturen, in denen eine Autorität weiß, was „gut“ und was „schlecht“ ist, und was du tun „solltest“. Autoritäten die uns lehrten, verurteilend zu Denken, damit wir tun, was sie sagen.

In der Folge verhalten wir uns danach, wie andere Menschen ÜBER uns denken, anstatt unseren lebensdienlichen Bedürfnissen, dem Ruf unseres Herzens zu folgen: Wir entfremden uns von unserer gebenden Natur. Wir dienen der Autorität, tun Dinge, mit denen wir uns schaden statt nützen, sind „artig“ und „nett“ nach deren Definition (und inzwischen auch Definition der Gesellschaft), und folgen brav.

Der Vortag möchte die Grundlagen der GfK als Werkzeug vorstellen, wieder mit unseren Bedürfnissen und deren lebensdienlicher Energie in Kontakt zu kommen, um bewusst zu handeln.

Martin Schorcht, welcher sich seit über einem Jahr mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigt und entsprechende Trainings leitet, wird am

Mittwoch, dem 26.01.2011, 19:30 Uhr, im Vereinshaus Johannstadt, Dürerstraße 89, Dresden,

in die Gewaltfreie Kommunikation einführen und lädt anschließend zum Gespräch und zu Anwendungsbeispielen aus dem Alltag ein.

Der Abend ist für alle Interessierte offen und - wie immer - kostenfrei.

 

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